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Studien
DAK Mediensucht-Studie 2023
Deutsche Studie zu Mediensucht und problematischer Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen

DAK Mediensucht-Studie 2023: Wenn Smartphone-Nutzung zur Sucht wird

Die DAK-Gesundheit erforscht in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) seit Jahren das Ausmaß problematischer Mediennutzung bei deutschen Kindern und Jugendlichen. Die Studie ist die wichtigste deutsche Referenz für die Frage, wann normale Smartphone-Nutzung in Mediensucht umschlägt.

Mediennutzung Statistiken
•
Umfrage / Survey

Originaltitel

DAK-Studie Mediensucht 2023

Autoren

DAK-Gesundheit in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Publikationsjahr

2023

Land

Deutschland

Institution

DAK-Gesundheit / UKE Hamburg-Eppendorf

Sample Size

Über 1.200 Eltern-Kind-Paare in Deutschland, repräsentative Stichprobe
Key Finding
Die DAK-Studie dokumentiert seit Jahren steigende Mediensucht-Raten bei deutschen Kindern und Jugendlichen – insbesondere bei Gaming und Social Media. Sie liefert die wichtigste deutsche Bezugsgröße für problematische Mediennutzung.

Repräsentative DE-Daten zu Gaming Disorder und Social-Media-Sucht

Über 1.200 deutsche Eltern-Kind-Paare wurden zu Mediennutzung, problematischen Verhaltensmustern und gesundheitlichen Auswirkungen befragt. Die Ergebnisse zeigen: Ein nennenswerter Anteil deutscher Jugendlicher erfüllt klinische Kriterien für Gaming Disorder oder problematische Social-Media-Nutzung.

Hintergrund und Forschungsfrage

Die DAK-Studie geht über reine Nutzungsstatistik hinaus: Sie untersucht, wann Mediennutzung pathologisch wird. Die WHO hat 2019 Gaming Disorder als offizielle Diagnose anerkannt – die DAK-Studie dokumentiert die Verbreitung in Deutschland.

Methodik

Über 1.200 deutsche Eltern-Kind-Paare, repräsentative Stichprobe für Kinder/Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren. Erhebungsinstrumente: standardisierte Skalen für Gaming Disorder (IGDS9-SF), Social Media Disorder Scale, allgemeine Mediennutzungs-Fragebögen.

Wichtigste Ergebnisse

  • Gaming Disorder: Ein Teil der deutschen Jugendlichen zeigt klinisch relevante Symptome von Gaming Disorder.
  • Social-Media-Sucht: Ein noch größerer Anteil zeigt problematische Social-Media-Nutzungsmuster (Kontrollverlust, Entzug, Vernachlässigung anderer Aktivitäten).
  • Schlaf-Auswirkungen: Mediensüchtige Kinder schlafen messbar weniger und schlechter.
  • Schulische Auswirkungen: Problematische Mediennutzung korreliert mit schlechteren Schulleistungen.
  • Eltern-Wahrnehmung: Eltern unterschätzen häufig das Ausmaß der Mediennutzung ihrer Kinder.

Was bedeutet das für Schulen?

  1. Mediensucht ist eine reale klinische Diagnose – nicht nur ein 'Modeproblem'. Schulen müssen davon ausgehen, dass ein nicht-trivialer Anteil ihrer Schüler betroffen ist.
  2. Strukturelle Maßnahmen wie Smartphone-freie Schulzeiten sind aus DAK-Perspektive eine Public-Health-Intervention.
  3. Schulen können nicht alleine therapieren, aber sie können mit Eltern und Kinder- und Jugendpsychiatern zusammenarbeiten und eine Smartphone-pausierende Lernumgebung bereitstellen.

Zitiervorschlag

DAK-Gesundheit & Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (2023). DAK-Studie Mediensucht 2023. Hamburg.

Zwei schwarze Schutzhüllen mit LOCKSTA-Logo und ein silberner Öffner mit schwarzem Griff.

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