JIM-Studie 2024: Wie deutsche Jugendliche Smartphones im Alltag nutzen
Die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) ist seit 1998 die wichtigste deutsche Referenzdatenquelle zur Mediennutzung von 12–19-Jährigen. Sie wird jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) durchgeführt und liefert die Basis für Schulrichtlinien, Medienkompetenz-Konzepte und politische Entscheidungen.
Smartphone-Sättigung bei deutschen Jugendlichen ist nahezu vollständig
Aktuelle Zahlen aus der JIM-Studie 2024: Smartphones gehören bei deutschen Jugendlichen zum festen Alltag. Die durchschnittliche Online-Zeit pro Tag liegt bei mehreren Stunden, mit klarem Schwerpunkt auf Messaging-Diensten und Social Media. Schulen, die ihre Smartphone-Politik gestalten, brauchen diese Zahlen als faktische Grundlage.
Hintergrund und Forschungsfrage
Seit 1998 dokumentiert die JIM-Studie jährlich, wie deutsche Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren Medien nutzen. Themen sind u. a. Geräte-Ausstattung, Mediennutzungsdauer, Inhalte, soziale Medien, Datenschutz, Werbung, Cybermobbing und Medienkompetenz. Die Daten werden von Bildungspolitik, Schulträgern und Pädagogik als faktische Bezugsgröße genutzt.
Methodik
Die JIM-Studie befragt jährlich rund 1.200 Jugendliche im Alter von 12–19 Jahren in Deutschland. Die Stichprobe ist nach Geschlecht, Alter und Bundesland repräsentativ.
Wichtigste Ergebnisse 2024
- Smartphone-Besitz: Nahezu alle befragten Jugendlichen besitzen ein eigenes Smartphone (≥96 %).
- Tägliche Mediennutzung: Mehrere Stunden pro Tag online, mit klarer Dominanz von WhatsApp, Instagram, TikTok, YouTube.
- Erstkontakt: Erstes eigenes Smartphone meist zwischen 10 und 12 Jahren – Tendenz fallend.
- Soziale Medien: WhatsApp ist dominanter Kommunikationskanal; Instagram + TikTok für Content-Konsum.
- Cybermobbing: Ein nennenswerter Anteil der Jugendlichen berichtet von eigenen Cybermobbing-Erfahrungen – als Opfer und/oder Beteiligte.
Hinweis: Konkrete Prozentwerte ändern sich von Jahr zu Jahr. Für tagesaktuelle Zahlen siehe Original-Studie via mpfs-Link.
Was bedeutet das für Schulen?
Die JIM-Studie bietet Schulen drei wichtige Erkenntnisse:
- Smartphone-Verbreitung ist faktisch absolut. Smartphone-Politik kann nicht auf der Annahme aufbauen, dass einige Schüler kein Gerät hätten – sie haben fast alle eins.
- Die Mediennutzung ist intensiv. Mehrere Stunden täglich verbringen Jugendliche bereits in sozialen Medien.
- Erstkontakt-Alter sinkt. Schon Grundschüler haben zunehmend eigene Smartphones – die Schul-Politik muss daher früher ansetzen.
Zitiervorschlag
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) (2024). JIM-Studie 2024: Jugend, Information, Medien. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland.
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