PISA 2022 (Volume V): Was die OECD-Daten zu Smartphones im Klassenraum zeigen
Die PISA-Studie ist die weltweit größte und einflussreichste Bildungsvergleichsstudie. In Volume V (veröffentlicht 2024) widmet die OECD ein eigenes Kapitel der Frage, wie digitale Geräte in Schulen die Lernleistung beeinflussen. Die Daten von 600.000 Schüler:innen aus 81 Ländern liefern eine beispiellos breite Faktengrundlage.
Smartphone-Ablenkung kostet Schüler:innen messbar Mathematik-Punkte
Eine der zentralen Erkenntnisse der OECD: Schüler:innen, die berichten, durch andere Schüler-Smartphones in jeder oder den meisten Mathematik-Stunden abgelenkt zu werden, erreichten signifikant niedrigere Mathematik-Punkte als Schüler:innen ohne diese Ablenkung. Der Effekt zeigt sich über alle Länder hinweg.
Hintergrund und Forschungsfrage
PISA (Programme for International Student Assessment) misst alle drei Jahre die Leistungen 15-jähriger Schüler:innen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften – plus Begleitdaten zu Schule, Familie und Lernumfeld. PISA 2022 (Erhebung 2022, Veröffentlichung 2023–2024) widmet erstmals einen breiten Analyse-Strang dem Thema digitale Geräte und Lernerfolg.
Methodik
Insgesamt rund 600.000 Schüler:innen aus 81 Ländern wurden untersucht. Erhoben werden:
- Standardisierte Leistungstests in Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften
- Begleitfragebögen zu Schulumfeld, Familienverhältnissen, Lernhaltung
- Spezielle Module zu digitalen Geräten, Bildschirmzeit, Ablenkung
Wichtigste Ergebnisse zum Thema Smartphones
- Ablenkung durch andere Schüler: Schüler:innen, die regelmäßig durch Mitschüler-Smartphones in der Mathematik-Stunde abgelenkt werden, erzielen signifikant niedrigere Punkte.
- Eigene Smartphone-Nutzung: Selbstberichtete Smartphone-Nutzung in der Schule korreliert negativ mit Leistungsergebnissen.
- Schul-Politik: Schulen mit klaren Smartphone-Restriktionen zeigen tendenziell bessere durchschnittliche Leistungen.
- Soziale Komponente: Schüler:innen, die viel Zeit auf Smartphones verbringen, berichten häufiger über Unzufriedenheit mit ihrem Leben und schlechtere soziale Beziehungen.
- Internationale Vergleichbarkeit: Der Effekt zeigt sich konsistent über Länder mit sehr unterschiedlichen Bildungssystemen.
Was bedeutet das für Schulen?
Die OECD-Daten sind die wichtigste internationale Bezugsgröße für jede Smartphone-Schulpolitik. Drei zentrale Erkenntnisse:
- Ablenkung ist nicht nur ein individuelles, sondern ein klassenraum-weites Problem. Schon der Anblick eines Smartphones in Reichweite eines Mitschülers wirkt sich auf die eigene Leistung aus.
- Schul-Politik macht einen Unterschied. Der OECD-Vergleich zeigt: Schulen, die klare Regeln durchsetzen, schneiden besser ab.
- Mathematik ist besonders anfällig. Komplexe analytische Aufgaben werden durch Smartphone-Präsenz und -Ablenkung am stärksten beeinträchtigt (vgl. auch Ward et al. 2017, Brain Drain).
Zitiervorschlag
OECD (2024). PISA 2022 Results (Volume V): Learning Strategies and Attitudes for Life. PISA, OECD Publishing, Paris.
Weitere Studien
Wir machen Ihre Schule Smartphonefrei



.webp)



Jetzt unverbindlich anfragen
Interessiert an LOCKSTA? Füllen Sie jetzt das Formular aus und lassen Sie uns gemeinsam die passende Lösung für Ihre Schule finden! Wir melden uns umgehend bei Ihnen.

.png)
